Nordpol

Nordpol
Der Nordpol ist dieses Jahr wortwörtlich ins Wasser gefallen - mitten in dieser Wasserfläche ist 90° Nord.

Dienstag morgens um 11 Uhr ertönt das Schiffshorn der Le Commandant Charcot: Wir sind am Nordpol - und um uns herum könnte man mit dem Schlauchboot fahren. Genau am Nordpol ist heute nämlich gar kein Eis, sondern offenes Wasser. Dass das Eis driftet und sich dadurch auch mal offene Rinnen auftun können, ist normal und war auch schon immer so. Dass es so viel offenes Wasser bis hin zum Nordpol ist, ist neu - und wird wohl leider das neue Normal werden.

Rund um uns herum ist allerdings weiterin Eis mit Dicken zwischen einem und zwei Metern in den ebenen Bereichen. Also fahren wir ein paar Seemeilen weiter und landen schließlich in einer Scholle mit zwei mal drei Kilometern Größe. Hier werden wir für die nächsten 36 Stunden bleiben. Das heißt für uns, dass wir 1,5 Tage auf dem Eis verbringen und Messungen machen können.

Eisstation am Nordpol

Am Dienstag Nachmittag machen wir eine Eisstation mit unseren Standardmessungen und beantworten parallel viele Fragen von neugierigen Passagieren.

Traumwetter am Nordpol

Am Mittwoch ist das Wetter noch sonniger und der Himmel wolkenlos. In der Arktis bedeutet das in der Regel gleichzeitig, dass es ziemlich kalt ist. In diesem Fall sind es -7°C und zu unserem Glück kaum Wind. Wir arbeiten sowohl vormittags als auch nachmittags auf dem Eis und kommen am Ende erschöpft und erfolgreich wieder an Bord.

All die offenen Wasserflächen fangen gerade an, wieder zu frieren. Wir können dem Eis wirklich beim Entstehen zuschauen.