Begegnung im Eis
Am Morgen werde ich durchs Eis wachgerüttelt - man könnte auch sagen, aus dem Bett geworfen. Da unsere Kabine ganz vorne ist, merken wir insbesondere die vertikalen Bewegungen vom Eisbrechen besonders stark. Die können einen durchaus mal aus dem Tritt bringen - es ist vergleichbar mit recht starken Turbulenzen im Flugzeug.
Während die Charcot sich also ihren Weg durchs Eis bahnt - meistens folgt sie den sogenannten Leads (eisfreie Rinnen) - bereiten wir weiter die Ausrüstung auf die kommenden Eisstationen vor. Die meiste Zeit sind wir damit beschäftigt, Netzwerkverbindungen (wieder) herzustellen oder aber Dinge, die wir vorher auseinander gebaut haben, wieder zusammenzubauen. Zwischendurch bekommen wir auch Besuch von Passagieren, die sich bei einer Führung die Labore an Bord anschauen.
Und am Nachmittag gibt es dann besonderen Besuch: die Svalbard, ein Eisbrecher der norwegischen Küstenwache, ist ganz in unserer Nähe. Also treffen wir uns, winken und die Schiffshorne ertönen. Dann fahren wir weiter Richtung Norden.
