Im Eis

Im Eis
In der Eisrandzone

Gestern Abend wurden wir noch von über einem Meter Seegang in den Schlaf geschaukelt und der Kapitän meinte, dass wir wohl am Nachmittag im Eis sein werden. Und weil die Natur immer noch ihren eigenen Kopf hat, begrüßt sie uns heute Morgen bereits mit dem ersten Eis.

Heute installieren wir die Kamerasysteme am Bug: Wir haben wieder den großen SIMS-Mast, wie im letzten Jahr. Dort hängt zum Einen das SIMS. Das ist das Sea Ice Monitoring System, was dauerhaft die Eisdicke mittels eines elektromagnetischen Feldes misst und von einem Kollegen vom AWI betreut wird. Zum Anderen hängen wir an den Mast eine Kamera, die dauerhaft den Bug filmt uns somit aufzeichnet, wie das Eis bricht.

Der SIMS-Mast und Eisbärspuren auf dem Eis

Neu ist dieses Jahr, dass wir etwas höher einen kleinen Mast aufgebaut haben. Dort hängt eine weitere Kamera, die das Eis vor dem Schiff filmt, und ein Laserscanner, der die Eisoberfläche direkt vor dem Bug scannt. Wir haben das Eis also genau im Blick!

Der kleine Kameramast

Über den Tag hat sich die Optik des Eises immer wieder verändert: Bei Nebel ist alles grau und gedämpft. Wenn sich ganz junges Eis auf dem Wasser gebildet hat, sind überhaupt keine Wellen vorhanden und es fühlt sich an, als würden wir durch ein Foto fahren. Und wenn die Sonne durchkommt ist es eine regelhafte Farbexplosion.