Der letzte Tag an Bord
Der morgendliche Blick aus dem Fenster zeigt heute mal wieder typisch arktisches Sommerwetter: ab und zu ein bisschen Sonnenschein, meistens aber wechseln sich vorbeiziehende Nebelfelder und feine Nieselschauer ab - oder irgendwas dazwischen. Das ist nicht immer so eindeutig - nass ist es auf jeden Fall.

Dennoch lassen wir uns von dem Wetter nicht abhalten und fahren nochmal mit dem Zodiac an Land.
Wir sind mittlerweile am Eingang vom Isfjord angekommen und der Boden von grünen und orangenen Moosen und Gräsern übersäht. Das scheint sich auch bei den Rentieren rumgesprochen zu haben, denn wir sind quasi von ihnen umgeben. Dazu kommt weiterhin das dauerhafte Geschrei der brütenden Vögel oberhalb von uns in den Felsen.






Eisbärwachen und Rentiere
Nach eineinhalb Stunden ist alles feucht und meine Kamera hat ihren ersten echten Allwettertest gut überstanden. Zurück an Bord packen wir die letzte Kiste und räumen anschließend alles in den Hangar. Alles, das heißt 16 Kisten und 6 Seesäcke mit Polarkleidung, zusammen wiegt das weit über 200 Kilogramm. Auf drei Paletten fest verzurrt wartet unsere Ausrüstung hier auf die morgige Ausschiffung.
Am späten Nachmittag präsentieren wir den Passagieren im Theater unsere ersten Forschungsergebnisse. Nach einem letzten Abendessen mit Wissenschaftsoffizier, den anderen Wissenschaftlern und der Helikopter-Crew packen wir unsere Taschen.
Morgen geht es nach Hause - mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Das Schiff ist uns in den letzten zwei Wochen wieder ein zu Hause geworden, gleichzeitig überwiegt die Vorfreude auf ein Wiedersehen zu Hause.